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HC Elbflorenz lässt im Sachsenderby Aue keine Chance

News,Spieltagsberichte/-vorschau
 
24. August 2026
 
Mia Uhl

Souveräner Einzug in die 2. Runde des DHB-Pokals

 

[1. Runde DHB-Pokal] EHV Aue vs. HC Elbflorenz Dresden 25:38 (15:21)

 

Länger mussten die Fans beider Teams auf dieses Sachsenderby warten. Der Drittligist EHV Aue traf in der 1. Runde des DHB-Pokals im Sachsenderby auf den Zweitligisten aus Dresden. Trotzdem gab es unerwartet einige Lücken auf den Rängen in der Erzgebirgshalle. 1150 Zuschauer sahen die Partie. Dabei unterstützen gut 100 Auswärtsfans lautstark den Gast aus Dresden.

 

Während der HC Elbflorenz mit dem vollen Kader antreten konnte, fehlten beim EHV mit Kevin Roch und Torben Lange zwei zentrale Personalien in der Abwehr. Diese fehlende Körperlichkeit merkte man den Auern dann auch teilweise an. Eines konnte man für die ersten Minuten trotzdem auch für Aue festhalten: Beide Abwehrreihen waren in ihren Startbesetzungen gut im Spiel. Wobei der HC Elbflorenz nach knapp 10 Minuten schon vier klare Chancen nicht im EHV-Kasten unterbringen konnte. Auch weil der Ex-Dresdner Max Mohs im Auer Tor gut hielt! Trotzdem führte der Gast aus der Landeshauptstadt nach 12 Minuten mit 3:7 und hatte z. B. den Auer Taktgeber auf der Mitte, Paul Bones, bis dahin gut im Griff.

 

Nach 20 Minuten konnte man dem HC Elbflorenz klar die spielführende Rolle zuschreiben. Alles rund lief bei den Sachsen aber auch noch nicht. Im Positionsangriff fehlte hier und da noch etwas die Sicherheit. Sehr erfolgreich waren beide Teams immer wieder über den Kreis.

 

Mit zunehmender Spielzeit gewannen beide Mannschaften immer mehr an Sicherheit. Vor allem der EHV Aue konnte sich klar steigern und fand im Angriff die richtigen Mittel. Einzig in der Defensive fehlten den Gastgebern eben diese. So führte der HC Elbflorenz nach gut 25 Minuten mit sechs Treffern (11:17). Dabei beantworteten die Dresdner jedes Tor des EHV nahezu immer mit einem eigenen Treffer. Die Erzgebirgler kamen so nie wirklich in Schlagdistanz und die Dresdner führten nach 30 Minuten verdient mit 15:21.

 

Die Dresdner starteten mit Ball, einem Sieben-gegen-Sechs sowie einem Tor in die 2. Halbzeit (15:22). In der 36. Minute nahm EHV-Coach Uwe Jungandreas beim 19:26 seine 2. Auszeit. Bis dahin hatten beide Mannschaften ihre Angriffe immer wieder erfolgreich abgeschlossen. Vor allem mit seiner Defensive war der Auer Coach so gar nicht einverstanden.

 

Kurze Zeit später verloren die Gastgeber nach einem Gesichtstreffer ihren bis dahin besten Spieler, Spielmacher Paul Bones. Er bekam eine direkte rote Karte. Nur einige Augenblicke später führte der HC Elbflorenz beim 21:30 schon mit 9 Treffern. Viktor Petersen Norberg hatte das Tor zum 21:30 für den HC Elbflorenz erzielt.

 

In den Folgeminuten konnten sich auf beiden Seiten die Keeper mehrfach auszeichnen. Die Dresdner verpassten es dabei, die Führung auf 10 Tore auszubauen. Der EHV gab sich zu keinem Zeitpunkt geschlagen und die Dresdner verpassten es zunächst, den Sack zuzumachen. Als Viktor Petersen Norberg für den HC Elbflorenz dann zweimal in Folge traf, hatten die Gäste beim 23:33 erstmals 10 Tore Vorsprung. Zu diesem Zeitpunkt waren noch gut 10 Minuten zu spielen. Das Spiel war entschieden.

 

Am Ende gewann der HC Elbflorenz mit 25:38 und konnte anschließend mit den zahlreichen eigenen Fans gebührend feiern. Schon zuvor hatten die Dresdner Fans lautstark „2. Runde, Dresden ist dabei“ und „Derbysieg“ skandiert.

 

Fazit: Ungefährdet und klar wurden die Dresdner im Sachsenderby gegen Aue ihrer Favoritenrolle gerecht. So zieht der HC Elbflorenz in die 2. Runde des DHB-Pokals ein. Alle Spieler kamen zum Einsatz und es gab keine Verletzungen. Die Dresdner Fans hatten die Halle teilweise stimmungsmäßig im Griff. In der 2. Halbzeit erzielte der HC Elbflorenz 17 Treffer, bei nur noch 10 Treffern der Auer. Dies ebnete auch den Weg zum in der Höhe verdienten Sieg. Der eine oder andere hatte sich sicher auf eine engere Partie eingestellt. EHV-Trainer Uwe Jungandreas stellte nach dem Spiel fest, dass die Dresdner mehr im Derbymodus agiert hatten, als sein eigenes Team. Das war für ihn der entscheidende Punkt. Am Ende spielten die Auer an diesem Tag – alle personellen Rückschläge mit eingerechnet – zu oft „Kaninichen-vor-der Schlange-Handball“.

 

Tore: Mallwitz, Canttegrel 1, (beide Tor) Bensch 1, Meyer-Siebert 2, Norberg 3, Dierberg 1/1, Preußner 5, Bláha 1, Skopár 4, Aktas 3, Stavast 4, Greß 1, Fuhrmann 5, Thümmler 2, Löser 3, Seidler 2

 

Cheftrainer André Haber sagte nach dem Spiel: „Für uns war der Auftrag, Derby so richtig anzunehmen. Wir hatten auch Spieler, die hier noch nie so ein Derby gespielt haben. Das haben wir von Anfang an sehr gut gemacht und zudem haben wir gut gedeckt. Wenn wir das Tempospiel der Auer verhindern konnten, haben wir im Spiel 6 gegen 6 wenig zugelassen. Wir haben dann ein Polster zwischen uns und den Gegner gebracht. Wir haben natürlich aktuell auch gute Wechselmöglichkeiten. Alle Spieler sind einsatzbereit. Die rote Karte gegen Paul Bones war sicher ein Rückschlag für den Gegner. Ich habe viele Spiele der Auer aus Vorbereitung gesehen und ich bin mir sicher, dass der EHV eine gute Saison spielen wird.“

 

Text: Wofram Wegehaupt

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