7. Spieltag TuS Fürstenfeldbruck vs. HC Elbflorenz (Vorbericht)

Veröffentlicht am 13.11.2020 von Pressestelle HC Elbflorenz

 

HC reist zum Aufsteiger Fürstenfeldbruck

 

Lehrgeld, dies muss man als Aufsteiger in eine höhere Liga manchmal bezahlen. Genauso geht es gerade dem nächsten Gegner des HC, dem TuS Fürstenfeldbruck. Die „Panther“, so nennt sich das Team aus der Monopolregion München selbst, sind als Meister der 3. Liga Süd in die 2. Bundesliga aufgestiegen und stehen derzeit mit 0:10 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. Wenn man einen Aufsteiger so definiert, dass man die aufsteigende Mannschaft in der höheren Liga als Außenseiter auf den Klassenerhalt wahrnimmt, dann ist der TuS eigentlich der einzige „typische“ Aufsteiger. Alle anderen Mitaufsteiger, insbesondere Dessau und Wilhelmshaven gehören absolut nicht in diese Kategorie. Auch der dritte Aufsteiger TV Großwallstadt ist nicht auf der gleichen „Außenseiterstufe“ wie der TuS. Hatte der TuS am Anfang noch größere Probleme sich an die Liga zu gewöhnen (TuS vs. Eisenach 26:36 und Gummersbach vs. TuS 40:25), zeigte das Team zuletzt Fortschritte. Allerdings lief es trotz aller Steigerungen maximal unglücklich für den Aufsteiger, als man nämlich die letzten beiden Spiele jeweils mit der letzten klaren Aktion verlor, keine klare Torchance zum Treffer nutze und eben kein durchaus verdientes Remis holte. Beides war das wahrscheinlich bisher bitterste Lehrgeld. Die Ergebnisse sollten für den HC genug Warnung sein, dass die „einzige Amateurmannschaft der Liga“ so TuS Trainer Martin Wild, nicht unterschätzt werden darf. Die Partie beim Aufsteiger ist kein Selbstläufer und der Gegner zuletzt mit seinen Leistungen mehr in der Liga angekommen. Und trotzdem brauchen wir kein Blatt vor den Mund nehmen, die Dresdner sind erstmals in einem Saisonspiel Favorit. Dabei trifft der HC auf ein Team, welches auf eine offensive aggressive Abwehr setzt und zuletzt geordneter als zu Beginn der Spielzeit die Angriffsbemühungen vorträgt. Spiritus Rector im Angriff ist Mittelspieler Falk Kolodziej, über den nahezu alles läuft. Zudem ist der Spielmacher selbst torgefährlich. Leistungsträger sind neben Kolodziej zudem der im rechten Rückraum beheimatete Max Horner und Kreisspieler Julian Prause. In der Defensive ist Kapitän Lex Korbinian der entscheidende Mann. 

 

Der zuletzt aus der Verletzung zurückgekehrte Rückraumspieler Nils Kretschmer zum vierten Auswärtsspiel des HC: „Es wird ein wichtiges und kein leichtes Auswärtsspiel. Fürstenfeldbruck spielt eine sehr offensive Abwehr und wird uns damit natürlich vor Probleme stellen wollen. Ich glaube aber, dass wir die letzten 2 Wochen gut genutzt haben, um dem entgegenzuwirken und wollen so die 2 Punkte mit nach Dresden nehmen.“

 

Der HC und der TuS haben eine Vorgeschichte in Liga 3 und im DHB Pokal, aber nicht in Liga 2. So wollen die Sachsen diesen Zweitligaerstkontakt natürlich für sich entscheiden und damit den bisher erfreulichen Verlauf der Saison weiterschreiben. Eines bleibt dem HC aber auch vor dem nächsten Spiel treu, nämlich das Verletzungspech. Leider verletzte sich der zuletzt im besser agierende Ivar Stavast bei der niederländischen Nationalmannschaft am Daumen und fällt einige Wochen aus. Die Dresdner sind sich aber sicher die Ausfall vereint kompensieren zu können. So setzt das Team auch auf einen Stück für Stück zu alter Stärke zurückkehrenden Nils Kretschmer. Der sieht seine aktuelle Lage so: „Mir persönlich geht es schon besser. Allerdings befinde ich mich aktuell noch in der ‚Findungsphase‘, wenn man das so sagen kann. Ich bin zunächst einmal tierisch froh wieder beim Team zu sein und voll mittrainieren zu können. Auf der Platte werde ich den Jungs helfen, wo ich nur kann.“

 

Wolfram Wegehaupt

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