7. Spieltag: TuS Fürstenfeldbruck vs. HC Elbflorenz 33:30 (15:13)

Veröffentlicht am 15.11.2020 von Pressestelle HC Elbflorenz

Bisher schwächste HC-Leistung beschert Aufsteiger erste Punkte – HC verliert in Fürstenfeldbruck

 

Bei der Mannschaft, die bisher viel Lehrgeld in der 2. Liga zahlen musste, sich aber zuletzt konkurrenzfähiger präsentierte, bezahlte am Ende das Auswärtsteam Lehrgeld. Als Favorit war der HC nach Fürstenfeldbruck gefahren, geschlagen fuhren die Sachsen wieder nach Hause. Wer von HC-Seite eventuell „leichte Kost“ erwartet hatte, brauchte nach dem Spiel wohl noch länger, um zu verdauen.

 

Nach 20. Minuten hatte der TuS Fürstenfeldbruck genau das erreicht, vor was HC-Trainer Rico Göde gewarnt hatte, nämlich beim HC mit seiner offensiven Deckung Verwirrung zu stiften. Rico Göde: „Der TuS will mit seiner Spielweise ganz bewusst Hektik rein bringen. Das ist ihm in dieser Phase gelungen und dann wird es einfach ‚eklig‘ gegen so eine Mannschaft. Zudem machen wir in die diesem Abschnitt auch zu viel leichte Fehler.“ So kamen also beim HC noch einige „Gastgeschenke“ im Sinne von unnötigen Ballverlusten hinzu und schon lag der HC nach zwei Dritteln von Halbzeit Eins mit 13:6 zurück. Nach einem anfänglichen 3:3 (7. Min.) schafften es die Bayern sich mit einem 7-Tore-Lauf auf 10:3 (15. Min.) abzusetzen. Dabei kassierten die Dresdner im Wesentlichen ein schnelles Tor nach dem anderen und blieben im Angriff fehlerhaft und einfallslos. Der Aufsteiger zeigte genau das, was er kann und das richtig gut. Erst ein Tor vom besten HC-Spieler in der 1. Halbzeit Nils Gugisch (10:4), brach den 7-minütigen „Torlosbann“ der Sachsen. Auch eine zwischenzeitliche Auszeit durch Trainer Rico Göde hatte nichts gebracht. Diese nahm der HC-Coach bei doppelter HC-Unterzahl und bezeichnend für diese Phase, verloren die Dresdner 3 Sekunden nach der Auszeit sofort wieder den Ball. 

Ab der 20. Min konnte sich der Gast fangen. Eine Überzahlsituation, die Umstellung auf 4:2-Deckung brachte den HC zurück. In der Phase davor war das Tempospiel der Sachsen nahezu eingeschlafen gewesen. Tor um Tor konnte der HC nun auf 14:12 verkürzen. Sogar eine gute Chance zum 14:13 gab es, sie blieb aber ungenutzt. Bis zur Halbzeit traf jedes Team noch einmal, wobei der HC mit einem tollen Unterarmwurf von Oskar Emanuel zum 15:13 den Schlusspunkt unter die ersten 30 Minuten setzte.

 

In der 2. Halbzeit gab es drei Phasen und am Ende vorentscheidende 3:30 Minuten. In der ersten Phase taten sich beide Mannschaften schwer gegen die jeweils andere Deckung. Aber der HC traf trotzdem, während die Gastgeber über 8 Minuten torlos blieben. So gelang den Sachsen in der 38. Minute, durch einen zu dieser Zeit starken Arseniy Buschmann, das 15:15. Danach gab es auf einmal einen kompletten Wandel, denn beide Mannschaften trafen immer wieder und die Defensivreihen hatten keinen Zugriff mehr. Beim 20:20 16 Minuten vor dem Ende folgte nun die vorentscheidende Phase, denn der HC kassierte das 21:20 und nur wenige Sekunden später, durch einen leichten Fehler, sofort das 22:20. Danach verwarf der HC frei vom Kreis und musste anschließend aufgrund einer Zeitstrafe in Unterzahl das 23:20 hinnehmen. Diesen Vorsprung gab der TuS nun nicht mehr her und hatte auf jede offensive Abwehrformation des HC eine Antwort. Vor allem der an diesem Tag mit 9 Treffern und unzähligen Kreisanspielen bärenstarke Spielmacher Falk Kolodziej war jetzt der entscheidende TuS-Faktor. Auch wenn der HC beim 24:23 in der 51. Minute durch Marek Vanco noch einmal dran war, Fürstenfeldbruck blieb Herr der Lage und traf durch besagten Kolodziej zum 25:23. Am Ende brachte auch eine noch offensivere Abwehr des HC nichts mehr und die Gastgeber gewannen verdient mit 33:30. Rico Göde: „Zwar machen wir in der 2. Halbzeit nur noch einen technischen Fehler, finden aber in der Abwehr einfach keinen Zugriff. Der Gegner konnte immer Nadelstiche setzten.“

 

Fazit: Die Dresdner bescherten dem bisher sieglosen Team des Aufsteigers Fürstenfeldbruck im 6. Spiel den ersten Sieg. Der Sieg war absolut verdient, denn der Gastgeber war über mehr Strecken des Spiels die bessere Mannschaft und hatte zudem in Spielmacher Falk Kolodziej und Kreisläufer Julian Prause (6 Tore) die überragenden Männer auf der Platte. Zudem kompensierten die Bayern Ausfälle wichtiger Spieler während des Spieles. 

Die Dresdner ihrerseits spielten sehr inkonstant und zeigten vor allem in der Defensive erhebliche Schwächen. Im Angriff konnten zumindest noch Jonas Thümmler, Nils Gugisch und Marek Vanco überzeugen. Es war aber bisher mit Abstand das schwächste Saisonspiel des HC. Nimmt man die letzten drei Spiele zusammen, muss der HC aufpassen, die sehr guten Eindrücke vom Anfang nicht Stück für Stück etwas zu Nichte zu machen. 

 

Rico Göde ist ein Mann der klaren Worte: „Fürstenfeldbruck wirkte heute etwas bereiter. Nach dem guten Saisonstart stehen wir nun mit 5:5 Punkten da. Wir haben uns den guten Saisonbeginn etwas eingerissen. Uns fehlte nicht nur in diesem Spiel in Teilen die Cleverness, heute aber besonders. Wir müssen wohl konstatieren, dass wir noch nicht so weit sind wie wir dachten.“

 

Tore: Huhnstock/Mohs/Göres (Tor), Wucherpfennig 2, Emanuel 3, Dierberg, Gugisch 5, Buschmann 4, Dumcius 3, Oehler, Kretschmer, Greß 3, Vanco 5, Quade, Kasal, Thümmler 5

 

 

Wolfram Wegehaupt

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