33. Spieltag: HC Elbflorenz vs. DJK Rimpar Wölfe 32:30 (15:14)

Veröffentlicht am 09.05.2022 von Pressestelle HC Elbflorenz

Heimstärke ausgebaut! – Dresden schlägt auch Rimpar

Ob viele Mütter der Einladung des HC Elbflorenz gefolgt sind, ließ sich während der Partie schwer feststellen. Fakt ist, die über 1200 Zuschauer, darunter sicher auch viele lautstarke Mütter, machten von Beginn an mächtig Alarm. Diese Stimmung trug die Heimmannschaft durch das ganze Spiel.

Nach 5 Minuten und jeweils 4 Toren für jedes der Teams, konnte man durchaus von einem flotten Start sprechen. Dabei kamen die Dresdner viel über Tempohandball und die Gäste vor allem über den starken Kreisläufer David Kovacic. Zudem zeigte Marino Mallwitz auf Seiten der Unterfranken, was er besonders gut kann. So hatte bis Minute 11 schon 2 Strafwürfe und einen anschließenden Nachwurf der Hausherren entschärft. Aber auch Max Mohs im Dresdner Tor konnte der DJK einige freie Bälle abkaufen. Nach gut 20 Minuten gingen die Teams beim 10:10 weiterhin im Gleichschritt. Ab dieser 20. Minute agierten beide Mannschaften etwas fehlerhafter, was aber der HC wie die DJK relativ schnell wieder abstellen konnten. In den letzten 5 Minuten vor dem Pausentee gelang es den Gästen trotz Überzahlspiel nicht, sich zumindest leicht abzusetzen. So erzielte Sebastian Greß 40 Sekunden vor dem Pausenpfiff das 14:14 und dann sogar nach Ballgewinn, bei noch 10 Sekunden zu spielen, die 15:14 Führung durch Arseniy Buschmann. Dabei rutschte DJK Keeper Mallwitz der Ball unglücklich durch die Beine. Auffälligster Akteur auf dem Feld war der Rimparer Spielmacher Patrick Schmidt, der für seine Mannschaft im ersten Abschnitt fünfmal traf.

1:55 Minute nach dem Start der 2. Halbzeit konnten die Sachsen mit 16:14 in Führung gehen. Bei Zeitspiel gelang Mindaugas Dumcius, beim letzten erlaubten Wurf, anschließend sogar das 17:14. Ein Baulklau in der Abwehr brachte ein schnelles Tor zum 18:14 und fast hätte der HC nach Fehler von Rimpar auf 19:14 erhöht, hätte Marino Mallwitz nicht überragend gehalten. Rimpar nahm die Auszeit und traf anschließend in Überzahl zum 18:15. So richtig fanden die Unterfranken auch nach der Auszeit aber nicht zu ihrem Spiel. In Minute 40 musste DJK Trainer Julian Thomann wieder die Auszeitkarte legen, denn die Gäste gingen Gefahr, die Dresdner beim 22:16 enteilen zu lassen. Obwohl die DJK nach der Auszeit gleich zweimal in Überzahl war, gelang es den Gästen nicht, näher heranzukommen. In Minute 46 führten die Hausherren immer noch mit 6 Treffern (24:18). Das war auch das Ergebnis einer leidenschaftlichen Dresdner Defensive, die es den Gästen sogar in Überzahlsituationen schwer machte. Näher als auf 3 Tore (26:23 und 31:28) ließ der HC den Gegner bis Minute 59 nicht herankommen. Dabei versuchten es die Franken auch noch einmal mit einer offensiven Deckung, aber die Dresdner ließen zunächst nichts anbrennen, spielten wie aus einem Guss. 1:25 Minute vor dem Ende musste HC Trainer Göde aber dann doch noch einmal eine Auszeit nehmen, denn der Gegner hatte auf 31:29 verkürzt. Nachdem der HC danach aus einer freien Chance an den Pfosten warf, war es der bärenstarke Patrick Schmidt, der für Rimpar auf 31:30 verkürzte. Gegen die anschließende offensive Abwehr traf dann aber Mindaugas Dumcius zur 32:30 Entscheidung. Dies war der letzte seiner 6 Treffer an diesem Tag. Bei den Gästen brachte es Patrick Schmidt auf 10/5 Treffer an diesem Tag.

Fazit: Eine starke 2. Halbzeit sicherte dem HC den nächsten Heimsieg. Die Rimparer zeigten sich in der Anfangsphase der 2. Halbzeit etwas von der Rolle und rannten dem daraus resultierenden Rückstand lange hinterher. Damit schlug Dresden erneut ein Team, welches mit einem Lauf nach Dresden angereist war. Erneut musste der HC dabei auf wichtige Leistungsträger verzichten. Doch die Sachsen stellten auch gegen die Rimparer Wölfe ihre Heimstärke unter Beweis. Damit holte der HC seit Dezember 21:5 Punkte aus 13 Heimspielen. Zweimal hat der HC in dieser Saison noch die Chance, noch mehr Heimpunkte zu sammeln, und zwar gegen den fast sicheren Erstligaaufsteiger VfL Gummersbach und im Ostderby gegen Dessau.

Dem Team gab Trainer Rico Göde nach dem Sieg einen Tag frei und warum sollten die Jungs so ein Tag nicht einmal mit ihrer Mutter verbringen!?

Tore Huhnstock/Noack/Mohs (alle Tor), Zobel 1, Emanuel 3, Dierberg 8/3, Buschmann 1, Dumcius 6, Kretschmer 5/1, Jungemann 3, Greß 5, Vanco, Klepp, Quade

HC Trainer Rico Göde nach dem Spiel: „Wir bekommen in der 1. Halbzeit zu viele Tore über das Zentrum. Im Positionsangriff und im Tempo fand ich uns gut. Ersteres haben wir in der Kabine dann noch einmal besprochen. Es ging vor allem darum, wann treten wir raus und wann nicht. In der 2. Halbzeit stellen wir dann auf die 4:2 Deckung um und holen einige wichtige Bälle, welche wir dann zu leichten Toren nutzen konnten. Am Ende geben wir den Vorsprung noch etwas weg. Rimpar hat das dann besser gelöst als zuvor. So wurde es etwas knapper. Bis zu den letzten Minuten war die Führung aus meiner Sicht verdient. Am Ende zählen die Punkte und der Sieg. Über beides freue ich mich natürlich.“

Wolfram Wegehaupt

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