31. Spieltag: HSC 2000 Coburg vs. HC Elbflorenz Dresden 29:25 (15:11)

Veröffentlicht am 23.04.2022 von Pressestelle HC Elbflorenz

Personell angeschlagener HC Elbflorenz wacht in Coburg zu spät auf

Eine typische Szene für die Dresdner gab es in der 1. Halbzeit in der 15. Minute. Der HC hatte gerade eine Auszeit beendet und sich in Folge eine glasklare Chance herausgespielt. Der HC verwarf allerdings gegen Jan Kulhanek und der HSC lief einen Konter und warf zum 10:6 ein. Die Dresdner verwarfen leider in der 1. Halbzeit 6 hundertprozentige Chancen. Darunter waren auch 2 Strafwürfe. Die Coburger präsentierten sich nicht nur bei der Chancenverwertung klar besser, sondern hatten auch im Tor einen Vorteil. Im Blick aufs Tor stand den Sachsen Mario Huhnstock nicht zur Verfügung. Er konnte ebenso nicht spielen wie die kranken bzw. verletzten Michael Schulz, Sebastian Greß und Lukas Wucherpfennig. Zudem musste man Kreisspieler Philip Jungemann etwas dosiert einsetzen. Da die Coburger im Angriff lange ohne große Probleme ihre Bahnen ziehen konnten und die Dresdner auftraten wie beschrieben, hatten die Hausherren bis zur 24. Minute ihre Führung auf 14:8 ausgebaut. Dabei agierten die Oberfranken von allen Positionen gefährlich. Beim Spielstand von 14:10 und einer Auszeit des HC stellten die Dresdner auf eine 4:2 Deckung um. Dies stellte den HSC vor einige Probleme, welche der HC, auch wieder wegen einer zu schlechten Chancenverwertung, nicht nutzen konnte. So ließen die Gäste nach Ballgewinn die klare Chance zum 14:11 zunächst liegen. Den Oberfranken half dann eine Überzahlsituation, um zum 15:11 zu treffen. Die Sachsen brachten in den letzten Sekunden keinen sauberen Angriff mehr zustande. Ganz klar, der Rückstand zur Halbzeit basierte auf der schlechten Chancenverwertung der Sachsen. Vor allem bei den klaren Chancen ließ der HC zu viel weg.

Leider machten die Dresdner zu Beginn der 2. Halbzeit mit der schlechten Chancenverwertung weiter. Die ersten beiden Würfe wurden von Jan Kulhanek entschärft. Zudem verwarf der HC seinen 3. Strafwurf. Der HSC traf seinerseits dreimal, u.a. zweimal von Strafwurfpunkt. So startete der HC denkbar schlecht in den 2. Spielabschnitt und lag so in Minute 34 mit 18:11 zurück. Der HSC traf auch in der Folge weiter und so waren noch keine 38. Minuten gespielt und die Sachsen hatten schon 20 Treffer kassiert. So richtig fanden die Dresdner keine Mittel in der Abwehr und so zog der HSC relativ souverän seine Kreise und führte 20 Minuten vor dem Ende mit 21:14. Nun folgte eine bessere Phase des HC und die Dresdner konnten auf 22:18 verkürzen. Vor allem Mindaugas Dumcius übernahm in dieser Phase eine wichtige Rolle. Er war mit 6 Treffern an diesem Tag bester HC-Schütze. Zudem zeigte sich der junge Vincent Klepp auf Rechtsaußen gut in Form. Mit zunehmender Spielzeit in Halbzeit 2 wurde immer klarer, dass der HC tatsächlich gegen an diesem Tag klar breiter besetzte Coburger noch eine Chance hat. So hatten die Sachsen es bis Minute 55 geschafft, sich auf 2 Tore heranzuarbeiten (25:23). Anschließend hielt der immer stärker werdende Max Mohs einen Strafwurf und die Gäste hatten in Unterzahl die Chance zum 25:24. Allerdings konnte der HC diesen Treffer nicht setzten. Der HSC aber anschließend das 26:23. Als die Hausherren 2 Minuten vor dem Ende immer noch mit 3 Toren führten (27:24), riskierte der HC mit einer offensiven Deckung noch einmal alles und verlor am Ende mit 29:25.

HC Trainer Rico Göde zum Spiel: „Die 1. Halbzeit war ohne Frage bescheiden. Insgesamt lassen wir zu viele freie Chancen weg und haben insgesamt 21 Fehlwürfe. Bei 7 Toren Rückstand in der 2. Halbzeit geben wir trotzdem nicht auf und versuchen es weiter. Das kann man als Positives mitnehmen. Am Ende haben wir ja sogar die Chance auf ein Tor zu verkürzen und Coburg noch einmal zum Nachdenken zu bringen. Im Endeffekt waren die 7 Toren aber eben zu viel und wir haben über zu weite Strecken die Leistung nicht gebracht, die wir uns vorgenommen hatten.“

Fazit: Personell herrschte an diesem Tag keine wirkliche Waffengleichheit zwischen dem HSC und dem HC. Trotzdem müssen sich die Dresdner vorwerfen lassen, bei der Chancenverwertung zu viel gesündigt zu haben. Allein 3 verworfene Strafwürfe sprechen eine klare Sprache. So richtig wachten die Sachsen erst auf, als das Spiel schon verloren schien und Coburg mit 7 Toren führte. Am Ende wurde die Aufholjagd aber nicht belohnt und die Coburger gewann am Ende verdient.

Tore: Mohs/Noack (beide Tor), Zobel 3, Niestroj, Emanuel 2, Dierberg 2, Buschmann, Dumcius 6, Jungemann 2, Kretschmer 2, Stavast 3, Vanco 2, Klepp 3, Quade, Wellner

Wolfram Wegehaupt

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