19. Spieltag: HC Elbflorenz vs. TSV Bayer Dormagen 34:30 (18:14)

Veröffentlicht am 18.02.2021 von Pressestelle HC Elbflorenz

„Serientöter!“ – HC stoppt auch Dormagener Serie

Der HC ist anscheinend kein Freund von Serien, außer er produziert sie selbst. 5 Spiele war der TSV Bayer Dormagen vor dem Spiel in Dresden ungeschlagen (4 Siege, 1 Remis). Wie bei Bietigheim in der Vorwoche kam es aber zu keiner weiteren „Folge“, denn der HC stoppte auch die Dormagener „Serienproduktion“.  

Mit einer 18:14 Führung ging der HC nach 30 Minuten in die Pause. Nach einer ausgeglichenen Anfangsviertelstunde konnten sich die Sachsen zunehmend absetzen. Bis dahin hatten beide Teams viel Tempo an den Tag gelegt und waren immer wieder über verschiedene Varianten des Tempospiels erfolgreich. Auf Seiten der Hausherren war es oft Rechtsaußen Lukas Wucherpfennig der das Tempospiel vollendete. Alleine 8 Tore kreierte der HC in der 1. Halbzeit aus dem schnellen Ballvortrag. Daneben steigerte sich die Dresdner Defensive zunehmend und hatte zudem erneut einen gut aufgelegten Mario Huhnstock hinter sich. Die TSV-Keeper fasten hingegen fast nichts an, hatten aber auch wenig defensive Unterstützung. Auf der Seite der Gäste war es vor allem Spielmacher Ian Hüter, der in den ersten 30 Minuten am auffälligsten agierte. Auf Dresdner Seite anfangs Rechtaußen Lukas Wucherpfennig und später auch immer mehr Jonas Thümmler am Kreis.

Hier eine kleine Auswahl an Aktionen der Dresdner innerhalb der ersten 10 Minuten: Stürmerfoul, Abspielfehler, Weglassen einer Großchance und Fehlwurf von Außen. Trotzdem führten die Hausherren in der 40. Minute immer noch mit vier Toren (22:18). Dabei war es in dieser Phase vor allem Mario Huhnstock, der die Dresdner die Führung behalten ließ. Auch wenn sich der HC dann zunehmend stabilisierte, griff der TSV vor allem bis zur 45. Minute nicht zu, als es darum ging, dem Spiel eine andere Richtung zu geben. Zunehmend spielte das Überzahlspiel auch eine entscheidende Rolle, denn die Sachsen nutzten ihre Überzahl besser als der Gast aus Nordrhein-Westfalen. Bei den Gästen waren es in der 2. Spielhälfte vor allem André Meuser und Benjamin Richter, die aus dem Rückraum die meisten Akzente setzten. Diese konnten aber auch nicht verhindern, dass sich der HC nach dem 22:20 in Minute 44 wieder etwas absetzte und die Partie in der Folge souverän im Griff hatte. Als erst Julius Dierberg und dann Sebastian Greß zum 29:24 sowie 30:24 trafen, war die Partie knapp 8 Minuten vor dem Ende entschieden. Der TSV versuchte es in der Schlussphase noch einmal mit einer offensiven 4:2-Abwehr, aber ohne wirklichen Erfolg. Am Ende stand an der Anzeigetafel ein 34:30 Sieg für den HC.

Fazit: Es war ein Spiel, bei dem es sich lohnte zuzuschauen, denn beide Teams wollten Handball spielen, mit einem Schwerpunkt auf dem spielerischen Element. Erwähnenswert ist zudem, dass der HC eine der besten Defensiven der Liga 34 Tore „einschenkte“, was das „HC-Qualitätssiegel“ auf diesem Spiel ist. Am Ende lagen die Dresdner fast 47 Minuten, teilweise auch klar, in Führung und gewannen nicht nur darum an diesem Tag absolut verdient. Und das wohl gegen das derzeit talentierteste Team der Liga, welchem man sein junges Durchschnittsalter hier und da, wen verwundert es, auch noch anmerkte, aber eben auch sein Potenzial. 

Für die Dresden war es ein weiterer Schritt in die richtige Richtung und damit auch ein nächster positiver Schritt auf dem Punktekonto sowie ein positiver Auftakt in die Heimserie mit 4 Heimpartien in Folge.

Tore: Mohs, Noack, Huhnstock (alle Tor), Wucherpfennig 6, Emanuel, Dierberg 3, Buschmann, Dumcius 6, Kretschmer, Jungemann 2, Stavast 1, Greß 6, Vančo 2, Kasal 4, Thümmler 4

Rico Göde: „Ich habe den Spielern vor der Partie gesagt, dass wir gegen die starke TSV-Defensive eine brutale Effektivität brauchen. Am Ende machen wir nicht sehr viele Fehlwürfe und gewinnen auch das Torhüterduell. Die 9 technischen Fehler fallen darum auch heute nicht so ins Gewicht. Wir kommen vor allem in der 1. Halbzeit gut ins Tempo und belohnen uns da auch für die zunehmend gute Abwehr. In der 2. Halbzeit ist die Mannschaft beim 22:20 nicht weggeknickt und hat die Ruhe behalten, das war sehr wichtig. Danach kommen wir wieder besser ins Spiel. Ich muss meinem Trainerkollegen wirklich ein Kompliment machen, denn der TSV spielt einen sehr, sehr guten Handball. Wir haben uns schon vorher sehr auf diese Begegnung gefreut. Vor allem in der 1. Halbzeit hat es Spaß gemacht, das Spiel von draußen zu sehen.“

Wolfram Wegehaupt 

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