15. Spieltag: TuS Ferndorf vs. HC Elbflorenz 30:31 (15:19)

Veröffentlicht am 27.12.2020 von Pressestelle HC Elbflorenz

3 Siege in Folge, das gab es noch nie! – HC knackt auch Ferndorf

Vor Weihnachten Geschenke in Form von Punkten, nach Weinachten Geschenke in Form von Zählern, das macht dem HC-Fan Spaß. Die HC-„Weihnachtsmänner“ sind in Punktelaune und verpassen der HC-Zweitligahistorie ein neues Kapitel.

In nur wenig mehr als in einer 15 Minuten-Phase entschied der HC das Spiel mit 6:15 Toren für sich. Vor dieser Phase hatten die Hausherren mit 5:2 geführt. Danach lag der TuS Ferndorf allerdings mit 11:17 zurück. Der HC, der in den ersten 10 Minuten einfach zu fehlerhaft agierte und unter anderem darum 4 Angriffe in Folge nach dem 2. HC-Tor nicht traf, kam aber nach und nach besser ins Spiel. Einerseits hielt Torhüter Mario Huhnstock zwei hundertprozentige Chancen der Ferndofer, andererseits nutzen die Sachsen ihr Überzahlspiel sehr gut. Hier hatte es zuletzt bei den Dresdnern erhebliches Steigerungspotenzial gegeben. Nach einem Treffer durch Linksaußen Lukas Pechy zum 11:13 stellte der HC den schon erwähnten größten Vorsprung in der 1. Halbzeit her (11:17). Grund dafür waren leichte, aber auch provozierte Fehler bei den Kreuztalern, welche die Gäste gleich zu mehreren schnellen Treffern nutzten. Bis zur Halbzeit gestaltete sich das Spiel dann wieder etwas ausgeglichener und der HC ging mit einer 15:19 Führung in die Kabine. Aktivposten auf Seiten des TuS war vor allem Andreas Bornemann, dem aber zunächst wenige seiner Mitspieler folgten. Das sollte sich im Verlaufe der 2. Halbzeit ändern. HC-Trainer Rico Göde zur 1. Halbzeit: „Ich finde, trotz der 15 Gegentore haben wir keine so schlechte Defensive gespielt. Zumal wir auch Ballgewinne in der Abwehr zu Kontertoren verarbeiten. Im Angriff 19 Tore sind natürlich ein super Wert.“

Die Spieluhr stand auf 60:00 Minuten als ein direkter Freiwurf von TuS-Rückraumspieler Andreas Bornemann erst die Hände der HC-Abwehr tuschierte und dann gegen das Lattenkreuz krachte. Das wäre fast noch der Ausgleich zum 31:31 gewesen und die Sachsen hätten sich danach wahrscheinlich in den „weihnachtlichen Hintern“ gebissen. Als ein gut aufgelegter Lukas Wucherpfennig in der 36. Minute zum 18:24 traf, hatte der HC dort weitergemacht, wo er nach 30 Minuten aufgehört hatte und den Vorsprung erneut auf 6 Tore geschraubt. Der gleiche Spieler traf auch zum 26:30 in Minute 50 für die Gäste, allerdings war die Kräfteverteilung schon in den Minuten zuvor nach und nach zum TuS gekippt. In den letzten 10 Minuten gelang den Dresdnern lediglich noch ein Treffer in der 55. Minute durch Mindaugas Dumcius. Ansonsten taten sich die Sachsen von Minute zu Minute schwerer. Bei den Ferndorfern machte vor allem die rechte Angriffsseite mit Andreas Bormann (8 Treffer) und Josip Eres (8/4 Treffer) den Sachsen Probleme. Dazu gesellte sich ein immer besser haltender Marin Durica im TuS Gehäuse. Die Dresdner agierten teilweise selbst fehlerhaft, vermehrt aber auch in Unterzahl und fanden in der Defensive in den letzten 20 Spielminuten nur wenig Zugriff. Zudem traf man in den letzten 5 Spielminuten gleich zweimal nur die Latte bzw. den Pfosten. In der 48. Minute hatten die Dresdner zudem Jonas Thümmler mit einer roten Karte verloren. Insgesamt alles zusammen eine Mischung, mit der man sicher geführte Spiele auch hin und wieder noch abgibt. Es erinnerte etwas an das Spiel in Hüttenberg, als man unnötigerweise noch Remis spielte. Aber es geschah nicht, weil der TuS Ferndorf nach 3 Niederlagen in Folge, auch in seiner besten Phase, nicht unbedingt wie aus einem Guss spielte und selbst mit dem Momentum im Rücken noch Fehler produzierte. So ging das Spiel knapp 30:31 für den HC aus und die Mannschaft lag sich nach dem Abpfiff in den Armen.

Fazit: Freud und Leid liegen im Handball manchmal nur ein Tor auseinander. Während der TuS nach 4 Niederlagen wohl endgültig in der ersten Krise der Spielzeit angekommen ist, holte der HC den 3. Sieg in Folge und schrieb damit HC-Zweitligahistorie. Noch nie vorher war das den Dresdnern gelungen. Und so schreiben die Sachsen weiterhin an ihrem kleinen persönlichen „Handballweihnachtsmärchen“ und das, obwohl der HC in den letzten Wochen ständig personell Rückschläge hinnehmen musste. Vor allem in der 1. Halbzeit legte der HC den Grundstock zum Sieg. Am Ende war der Sieg verdient, weil der Gast über längere Strecken das Spiel bestimmte. So führte man ab der 18. Minute immer das Spiel an und ließ den Vorsprung bis zur 52. Minute nie unter 3 Tore fallen.
So gewann der HC die Auswärtspunkte 10 und 11 im 8. Auswärtsspiel. Man darf dabei nicht vergessen, die Dresdner hatten bisher lediglich 5 Heimspiele.

Rico Göde zur 2. Halbzeit: „Ich bin natürlich sehr zufrieden mit den Punkten. Noch vor einem halben Jahr hätten wir so ein Spiel nicht gewonnen. Die Phase nach der Halbzeit gestalten wir erneut gut und führen ja mit 6 Toren. Am Ende trägt uns das etwas bis zum Schluss. Dass es nicht 60 Minuten im Angriff so weitergeht,, war mir auch klar. Wir spüren auch die hohe Belastung im Dezember und hatten auch keine leichte Woche. Das Problem in der 2. Hälfte war vor allem, dass wir in der Abwehr keinen Zugriff mehr bekommen.“

Tore: Huhnstock/Göres/Noack/Mohs (alle Tor), Wucherpfennig 9, Emanuel, Dumcius 5, Oehler, Kretschmer 6, Jungemann, Greß 4, Vanco 4, Quade, Kasal 2, Thümmler 1

 

Wolfram Wegehaupt

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