[7. Spieltag] HSC 2000 Coburg vs. HC Elbflorenz Dresden (Vorbericht)
Der HC Elbflorenz
Nach dem hart erarbeiteten 33:31-Heimsieg gegen den TV 05/07 Hüttenberg wartet auf den HC Elbflorenz die nächste anspruchsvolle Aufgabe. Am Samstag um 18 Uhr sind die Dresdner beim HSC 2000 Coburg in der HUK-COBURG arena gefordert.
Mit 10:2 Punkten kann der HC Elbflorenz auf einen starken Saisonstart zurückblicken. Zuletzt zeigte die Mannschaft von André Haber zwei ganz unterschiedliche Wege zum Erfolg: In Hamm dominierte Dresden beim 43:28, gegen Hüttenberg musste der HC Elbflorenz dagegen bis in die Schlussphase kämpfen.
Gerade der jüngste Erfolg zeigte dabei eine wichtige Qualität. Nach dem zwischenzeitlichen 20:20 fand Dresden nicht nur spielerisch die richtigen Lösungen, sondern nahm auch den Kampf an. Entsprechend positiv ist die Stimmung innerhalb der Mannschaft. Viktor Petersen Norberg, zuletzt mit sieben Treffern bester Dresdner Torschütze, bestätigt: „Wir haben in letzter Zeit einige gute Spiele gezeigt, und die Stimmung im Team ist hervorragend.“
Mit Blick auf die kommende Aufgabe sieht Norberg durchaus Chancen für den HC Elbflorenz, warnt aber auch vor der Qualität des Gegners: „Coburg ist kein einfacher Gegner; sie verfügen über echte Qualität. Wir müssen uns auf unser eigenes Spiel und unsere Stärken konzentrieren. Ich glaube jedoch, dass wir gute Chancen haben zu punkten, wenn wir an unserem Matchplan festhalten und das Tempo hochhalten.“
Allgemeine Einordnung des Gegners
Mit dem HSC 2000 Coburg trifft der HC Elbflorenz auf einen etablierten Zweitligisten. Nach Rang neun in der vergangenen Saison haben die Oberfranken für die neue Spielzeit einen Platz unter den ersten fünf als Ziel ausgegeben. Bis dorthin ist nach den ersten Wochen noch ein Stück Weg zu gehen.
Trainiert wird die Mannschaft von Anel Mahmutefendic. Coburg verfügt über einen erfahrenen Kader, setzt gleichzeitig aber auch auf die Entwicklung jüngerer Spieler. Dazu kommt die HUK-COBURG arena mit ihrem traditionell emotionalen Umfeld.
Dass sich beide Mannschaften gut kennen, zeigte auch das letzte Duell. Im März gewann der HC Elbflorenz in Dresden mit 32:29, nachdem Coburg sechs Minuten vor Schluss noch mit 28:27 geführt hatte. Erst in der Schlussphase drehte Elbflorenz die Partie.
Der bisherige Saisonstart
Nach sechs Spieltagen steht Coburg bei 5:7 Punkten. Der Start verlief zunächst schwierig: Auf die knappe 30:31-Heimniederlage gegen Potsdam folgte beim 19:35 in Hagen der bislang deutlichste Rückschlag. Danach stabilisierte sich der HSC.
Gegen Ferndorf gelang beim 31:30 der erste Saisonsieg, anschließend folgten drei Unentschieden gegen Nordhorn-Lingen, Großwallstadt und zuletzt Lübbecke. Auffällig ist dabei vor allem, wie eng die Coburger Partien inzwischen verlaufen.
In Nordhorn führte der HSC zwischenzeitlich mit sechs Toren und musste sich am Ende mit einem 31:31 begnügen. Beim jüngsten 26:26 in Lübbecke war es nahezu umgekehrt: Coburg lag zwischenzeitlich mit vier Treffern zurück, kämpfte sich aber zurück und nahm noch einen Punkt mit.
Auch defensiv zeigte die Mannschaft zuletzt eine positive Entwicklung. Die 26 Gegentore in Lübbecke waren der bisherige Saisonbestwert, Torhüter Fabian Apfel steuerte zehn Paraden bei. Coburg ist damit zwar noch nicht dort angekommen, wo sich der Verein im Laufe der Saison hinentwickeln möchte, die vergangenen Wochen zeigen aber eine Stabilisierung. Abgesehen von der deutlichen Niederlage in Hagen war der HSC fast immer bis in die Schlussphase im Spiel.
Das Personal und die Spielweise des Gegners
Im Coburger Rückraum fällt vor allem Savvas Savvas auf. Der griechische Nationalspieler ist einer der wichtigsten Abschlussspieler der Mannschaft und lag bereits nach fünf Partien bei 28 Treffern und 15 Assists. Damit ist er nicht nur als Torschütze, sondern auch als Vorbereiter eine zentrale Figur.
Auch Marin Lisac verbindet Torgefahr mit Spielgestaltung. In Nordhorn war er mit sieben Treffern und vier Assists der auffälligste Coburger. Nach vier Einsätzen standen für ihn bereits 17 Tore und 13 Vorlagen zu Buche.
Gefahr kommt aber nicht nur aus dem Rückraum. Bartłomiej Bis hatte nach fünf Einsätzen bereits 15 Treffer bei einer sehr hohen Wurfquote erzielt. Mit Nils Röller besitzt Coburg eine weitere Option am Kreis. Dazu kommen unter anderem Nejc Planinšek und Sven Weßeling sowie die Außenspieler Jannes Krone und Jesper Schmidt.
Wie breit die Verantwortung verteilt werden kann, zeigte zuletzt das 26:26 in Lübbecke: Planinšek, Röller, Lisac, Krone und Schmidt trafen jeweils viermal, Savvas dreimal. Der HSC ist damit offensiv nicht von einem einzelnen Torschützen abhängig. Auch zwischen den Pfosten verfügt Coburg mit Fabian Apfel und Petros Boukovinas über zwei erfahrene Optionen. Apfel zeigte zuletzt mit seinen zehn Paraden in Lübbecke, welchen Einfluss das Coburger Torhüterspiel haben kann.
Text: Wolfram Wegehaupt