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HC Elbflorenz dreht nach der Pause auf und feiert sechsten Sieg in Folge

News,Spieltagsberichte/-vorschau
 
31. Oktober 2026
 
Mia Uhl

[10. Spieltag] HC Elbflorenz Dresden vs. TV Emsdetten 33:27 (16:16)

 

Als Tabellenführer eröffnete der HC Elbflorenz am Freitagabend den 10. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga. Während die Dresdner mit fünf Siegen in Folge antraten, hatte Aufsteiger TV Emsdetten aus seinen letzten fünf Partien lediglich einen Punkt geholt. Doch die Gäste hatten bereits bewiesen, dass sie auch Spitzenteams gefährlich werden können. Vor 2.002 Zuschauern in der BallsportARENA wurde die Mannschaft von André Haber zunächst stärker gefordert, als es die Tabellenkonstellation vermuten ließ.

 

Emsdetten macht dem Tabellenführer das Leben schwer

Robin Cantegrel setzte mit einer Parade gegen einen freien Wurf vom Kreis das erste Ausrufezeichen, ehe Oliver Seidler den HC Elbflorenz in Führung brachte. Nach acht Minuten stand es 4:1, doch zwei Dresdner Fehler ermöglichten Emsdetten innerhalb von 30 Sekunden den Anschluss zum 4:3.

 

Der Aufsteiger setzte früh auf sieben Feldspieler, was Dresden mehrfach mit Treffern ins leere Tor bestrafte. Dennoch blieb die Begegnung umkämpft. Beim 14:9 schien sich der HC Elbflorenz erstmals deutlicher abzusetzen, nachdem Nils Fuhrmann in Überzahl und Viktor Petersen Norberg per Gegenstoß getroffen hatten. Doch die Gäste, bei denen besonders Fynn Jarik Hasenkamp im Rückraum auffiel, bewiesen Moral.

 

Dem Dresdner Rückraum fehlte in der 1. Halbzeit die Durchschlagskraft der vorangegangenen Spiele, während Paul Dreyer im Gästetor stärker wurde. Nach einer vergebenen Großchance des HC Elbflorenz nutzte Emsdetten das leere Dresdner Tor zum 15:15. Zur Pause stand es 16:16. Auch das Torhüterduell war ausgeglichen: Cantegrel hatte neun, Dreyer acht Paraden gesammelt. Gästetrainer Lennart Lingener machte nach dem Spiel seiner Mannschaft durchaus ein Kompliment, denn so eine gute Halbzeit in einer derzeit so schweren Phase für den TVE ist nicht selbstverständlich.

 

Mallwitz und die Abwehr bringen die Wende

Zunächst blieb die Partie auch nach dem Seitenwechsel eng. Bis zum 19:19 musste Dresden für jeden Treffer hart arbeiten. Der TVE hatte hingegen etwas Wurfglück. Doch um die 40. Minute bekam der HC Elbflorenz zunehmend besseren Zugriff. Die Abwehr agierte aggressiver, Emsdetten geriet häufiger ins Zeitspiel. Beim 23:20 erzwang Dominik Skopár ein Stürmerfoul und traf anschließend selbst von Rechtsaußen.

 

Zum entscheidenden Faktor wurde Marino Mallwitz. Der eingewechselte Dresdner Torhüter glänzte mit einer spektakulären Doppelparade gegen einen Siebenmeter samt Nachwurf und entschärfte weitere Strafwürfe. Mit einer Fangquote von 53 Prozent nach seiner Einwechslung brachte er die Gäste zunehmend zur Verzweiflung. Ein Zeichen dafür: Er hielt auch noch die zwei folgenden Strafwürfe und brachte die Halle damit endgültig zum Sieden. Auch Emsdettens Trainer Lennart Lingener sah in seiner Leistung einen wesentlichen Grund für die Niederlage.

Die Paraden beflügelten das Dresdner Tempospiel. Aus dem 22:20 in der 41. Minute wurde ein 28:21 in der 48. Minute. Emsdetten verlor in dieser Phase den Faden, während der HC Elbflorenz seine Chancen konsequent nutzte. Besonders Ivar Stavast übernahm mit acht Treffern Verantwortung, Oliver Seidler und Dominik Skopár steuerten jeweils fünf Tore bei.

 

In der Schlussphase ließ die Konzentration der Dresdner etwas nach. Emsdetten verkürzte den Rückstand noch, wobei auch der eingewechselte Oliver Krechel im Gästetor mit mehreren Paraden überzeugte.

 

Haber lobt die Geschlossenheit

Nach dem Spiel hob André Haber neben den Torhüterleistungen besonders die Entwicklung seiner Mannschaft hervor. Anders als vor der Pause habe sich der HC Elbflorenz seinen Vorsprung diesmal nicht mehr nehmen lassen. Zudem sei die Mannschaft mittlerweile von allen Positionen gefährlich.

 

„Man hat gerade das Gefühl, dass die richtigen Leute am richtigen Platz sind und dass hier etwas zusammengewachsen ist.“ Dieses gute Gefühl gelte es nun über die Länderspielpause hinaus zu bewahren.

 

Eine kuriose Randnotiz

 

Für ein Schmunzeln sorgte der Gegnercheck des TV Emsdetten: Darin wurde Sören Steinhaus als Dresdner Torschütze mit sieben Treffern prognostiziert. Allerdings spielt Steinhaus beim Erstligisten Bergischer HC und ist noch nie für den HC Elbflorenz aufgelaufen. Auf dem Spielfeld waren die Gäste auf jeden Fall besser vorbereitet.

 

Fazit: Mit dem 33:27-Erfolg feiert der HC Elbflorenz seinen sechsten Sieg in Folge und behauptet mit 18:2 Punkten die Tabellenführung. Emsdetten erwies sich lange als unangenehmer Gegner, ehe eine deutlich verbesserte Dresdner Abwehr und ein überragender Marino Mallwitz den Unterschied machten. Der HC Elbflorenz bewies einmal mehr, dass er auch schwierige Spiele innerhalb weniger Minuten an sich reißen kann, und geht als Tabellenführer in die Länderspielpause.

 

Tore: Cantegrel, Mallwitz (beide Tor); Stavast (9), Seidler (5), Skopár (5), Petersen Norberg (3), Dierberg (4/3), Fuhrmann (3), Löser (3), Bláha (1), Bensch, Meyer-Siebert, Preußner, Aktas, Greß, Thümmler

 

Text: Wolfram Wegehaupt

HC Elbflorenz 2006 e.V.
Weißeritzstraße 4
01067 Dresden

mail@elbflorenz2006.de
0351 48 24 94 60

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