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Acht Tore in acht Minuten: HC Elbflorenz überrollt Coburg nach der Pause

News,Spieltagsberichte/-vorschau
 
11. Oktober 2026
 
Mia Uhl

[7. Spieltag] HSC 2000 Coburg vs. HC Elbflorenz Dresden 20:30 (12:14)

Acht Tore in acht Minuten, nur acht Gegentreffer nach der Pause: Der HC Elbflorenz hat den HSC 2000 Coburg mit einer überragenden zweiten Halbzeit förmlich überrollt. Nach einer umkämpften ersten Hälfte (14:12) setzte sich die Mannschaft von André Haber deutlich mit 30:20 durch und übernahm mit 12:2 Punkten die Tabellenführung. Den Grundstein legten eine starke Defensive und ein herausragender Robin Cantegrel mit 16 Paraden. Die mitgereisten Dresdner Fans feierten einen beeindruckenden Auswärtssieg.

Zwei starke Abwehrreihen – und ein besonderer Halbzeitabschluss

Coburg war mit ambitionierten Zielen in die Saison gestartet und zuletzt viermal ungeschlagen geblieben. Gegen den HC Elbflorenz entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene, von den Abwehrreihen geprägte Partie. Nach sieben Minuten stand es 3:3. Cantegrel hatte bereits nach zweieinhalb Minuten drei Paraden gesammelt, doch Dresden konnte daraus zunächst wenig Kapital schlagen. Coburg verteidigte das sonst so starke Kreisläuferspiel der Gäste aufmerksam und eroberte allein in der Anfangsviertelstunde drei Bälle. Auf der Gegenseite ließen die Gastgeber mehrere gute Chancen liegen.

Nach knapp 15 Minuten führte Dresden mit 7:5, geriet dann aber gegen die kompakte Coburger 6:0-Abwehr ins Stocken. Der HSC drehte die Partie mit einem 3:0-Lauf und erhöhte auf 9:7. Fast sieben Minuten blieb Dresden ohne Treffer, ehe Sebastian Greß zum 9:8 verkürzte. André Haber hatte zuvor bereits mit einer Auszeit reagiert.

Anschließend fand der HC Elbflorenz wieder bessere Lösungen. Die eigene Defensive zwang Coburg mehrfach ins Zeitspiel, während die Gastgeber vor allem über ihre Kreisläufer Nils Röller und Bartłomiej Bis gefährlich blieben. Beim 11:11 in der 28. Minute war weiterhin alles offen.

Auch Timo Löser wollte den später deutlichen Erfolg keineswegs als einfache Angelegenheit verstanden wissen: „Leicht würde ich das nicht sagen. In der ersten Halbzeit hat es uns Coburg mit ihrer Abwehr recht schwer gemacht. In der zweiten Halbzeit hatten wir dann einen gewissen Flow auf unserer Seite.“

Dresden setzte in der Schlussphase der ersten Hälfte auch auf das 7 gegen 6 und ging mit 13:12 in Führung. Für den spektakulären Schlusspunkt sorgte jedoch Daniel Bláha: Mit einem direkten Freiwurf von halblinks hämmerte er den Ball über die Coburger Abwehrmauer ins rechte obere Eck – 14:12 für den HC Elbflorenz! Entscheidenden Anteil an der Pausenführung hatte Cantegrel mit bereits neun Paraden und einer Quote von 43 Prozent.

Acht Tore in acht Minuten entscheiden die Partie

Nach dem Seitenwechsel zeigte Dresden das Gesicht eines Spitzenteams. Der HC Elbflorenz begann erneut mit dem siebten Feldspieler, Timo Löser erhöhte auf 15:12. Es folgten Ballgewinne, Treffer aus der zweiten Welle und eine Defensive, die Coburg kaum noch Möglichkeiten ließ. Beim 19:12 nahm HSC-Trainer Anel Mahmutefendic die Auszeit, doch auch die anschließende Umstellung auf das 7 gegen 6 brachte zunächst keine Besserung.

Nach nur acht Minuten der zweiten Halbzeit stand es 20:12. Acht Dresdner Treffer in Folge, kein einziges Gegentor – aus einer engen Partie war eine klare Angelegenheit geworden. Die lautstarken mitgereisten Fans waren längst aus dem Häuschen. Erst Sven Weßeling beendete vom Siebenmeterpunkt die Coburger Torflaute zum 13:20.

Für Trainer André Haber war vor allem die Reaktion seiner Mannschaft nach der Pause entscheidend: „Wir haben in der ersten Halbzeit vielleicht ein paar Bälle abgegeben, die wir sonst nicht abgeben. Aber der Start in die zweite Halbzeit war super.“ Besonders zufrieden zeigte er sich mit der Defensivleistung über die gesamten 60 Minuten und der Verteidigung des gefährlichen Coburger Kreisläuferspiels. „Das Wichtigste ist, dass wir gewonnen haben. Und das macht gerade Riesenspaß. Ich freue mich jetzt schon auf das Heimspiel gegen die Eulen Ludwigshafen.“

Auch Timo Löser hob die Abwehr hervor: „Bei 20 Gegentoren ist das schnell gesagt. Was wir da 60 Minuten wegverteidigen, das ist unser Anspruch. Schön, dass es heute so geklappt hat.“

Coburg versuchte weiterhin, mit dem siebten Feldspieler Lösungen zu finden, doch Dresden ließ kaum etwas zu. Cantegrel hatte nach 50 Minuten bereits 15 Paraden bei einer Quote von 50 Prozent gesammelt. Dass der Vorsprung nicht noch deutlicher anwuchs, lag auch an einigen Paraden des eingewechselten Coburger Torhüters Petros Boukovinas und einer zwischenzeitlich nachlassenden Dresdner Chancenverwertung.

Eine Schrecksekunde gab es in der 44. Minute, als Anton Preußner mit einem Mitspieler zusammenprallte und länger liegen blieb. Der Coburger Mannschaftsarzt kümmerte sich um den Dresdner, der das Spielfeld schließlich auf eigenen Beinen verlassen konnte.

Beim 24:16 nahm André Haber rund elf Minuten vor Schluss noch einmal eine Auszeit, um seine Mannschaft zu einem konzentrierten Abschluss anzuhalten. Das gelang: Ivar Stavast erhöhte neun Minuten vor dem Ende erstmals auf zehn Tore Vorsprung (26:16). Der HC Elbflorenz ließ nichts mehr anbrennen und brachte den deutlichen 30:20-Erfolg souverän ins Ziel.

Fazit: Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte entschied der HC Elbflorenz die Partie mit einem beeindruckenden 8:0-Lauf. Grundlage waren eine konsequente Abwehr, ein wirkungsvolles Tempospiel und Robin Cantegrel mit insgesamt 16 Paraden. Coburg fand darauf kaum Antworten und erzielte nach der Pause lediglich acht Treffer.

Mit nun 12:2 Punkten übernimmt Dresden dank des besten Torverhältnisses die Tabellenführung. Timo Löser bleibt dennoch auf dem Boden: „Wir versuchen, die Welle weiterzureiten. Aber es ist unser Anspruch, von Spiel zu Spiel zu denken. Das ist eine dumme Phrase, aber es ist so.“

Tore: Mallwitz/Cantegrel (beide Tor) Stavast (5), Petersen Norberg (4), Löser (4), Bensch (3), Dierberg (3/2), Greß (3), Preußner (2), Seidler (2), Meyer-Siebert (1), Bláha (1), Skopár (1), Fuhrmann (1), Aktaş, Thümmler

Text: Wolfram Wegehaupt

HC Elbflorenz 2006 e.V.
Weißeritzstraße 4
01067 Dresden

mail@elbflorenz2006.de
0351 48 24 94 60

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