[mJB] Turnierbericht Sauerlandcup 2018

Veröffentlicht am 11.01.2018 von Redaktion

Die Vorfreude war am Freitag spürbar riesig – 12.30 Uhr sammelten sich die ersten auf dem Parkplatz hinter der BallsportARENA. Mit guter Stimmung und 15 Spielern (13x HC Elbflorenz + 2x HSV Dresden) machte sich das Team um Trainer Kay Blasczyk und Co-Trainer Max Domaschke, sowie Betreuer Hans-Jürgen Neufing begleitet vom verletzten Marcel Köhler 13.00 Uhr auf den Weg ins 500km entfernte Menden im Sauerland.

Mit nur einer Rast kam das Team gegen 18.00 Uhr an der Unterkunft an und konnte in der zugeteilten Schule zwei Klassenräume beziehen. Nach einem kurzen Besuch der Eröffnungsfeier stand um 20.00 Uhr noch eine Trainingseinheit auf dem Plan: Ziel war es, die Beine nach der langen Fahrt zu lockern und sich nach einigen Würfen von verschiedenen Positionen durch ein Abschlussspiel endgültig auf das Turnier einzustellen.

Während die Jungs in der Halle schwitzten, bereitete Jürgen in der Unterkunft das Abendbuffet vor, welches von den Eltern mitgegeben wurde: Baguettes, Würstchen, Salate und einiges mehr. 24.00 Uhr war dann für die Jungs Nachtruhe – für die Trainer galt es, das Turnier noch abschließend vorzubereiten und den folgenden Tag im Detail zu planen.

Nach dem Frühstück hatten die Jungs von 8.00 – 11.00 Uhr Zeit sich selbstständig in Gruppen durch Menden zu bewegen, den Großteil zog es aber in die Walramhalle (direkt neben der Unterkunft), wo eine Gruppe der mJA – u.a. mit dem SC DHfK Leipzig – seine Vorrundenspiele austrug.

Pünktlich um 11 Uhr waren dann aber alle Jungs zum Teammeeting im Klassenraum angekommen – geklärt wurden die Ziele der Jungs beim Turnier und wie sie selber dahin kommen wollen. Ebenso gab es eine erste taktische Einstimmung von Trainer Kay Blasczyk.

13.15 Uhr war nach einem kleinen Mittagsbuffet mit anschließender Ruhestunde Abfahrt in die SH Platte Heide – Spielstätte für unsere Vorrundengruppe.

14.30 Uhr    HC Elbflorenz – TSV Bayer Dormagen (7:11)

Direkt im ersten Spiel sollte es die Blasczyk-Truppe mit dem späteren Turniersieger zu tun bekommen. Dormagen überraschte mit einer sehr offensiven und aggressiven 3-2-1 Abwehr, was den eigenen Angriff zu statisch werden ließ. Doch auch die Abwehr der Elbstädter stand sicher – ansonsten hatte man mit Felix Schmidt und Niels Förster zwei stark aufgelegte Torhüter hinter der Abwehr stehen. Das Spiel konnte lange offen gestaltet werden, am Ende mussten sich die Jungs aber mit 4 Toren Unterschied geschlagen geben – gegen einen Gegner, welcher die Regionalliga Nordrhein anführt! Das war ein starker Auftritt.

15.30 Uhr     HSG Neuss Düsseldorf – HC Elbflorenz (18:8)

Im nächsten Spiel wartete der Zweitplatzierte der Regionalliga Nordrhein auf uns. Starke 13 Minuten konnte man gegen die defensive Abwehr der Rhein-Vikings bestehen und gab auch Danny Diedrich im Tor wenig Aufgaben. Der 7:7-Zwischenstand gab da auch eine ordentliche Aussage über die eigene Leistung. Doch dann zeigte sich die Qualität der Vikings, welche mit einem 9:0 Lauf das Spiel bis zur 23. Minute entschieden. Festzuhalten ist aber nicht das Endergebnis, sondern die Leistung der ersten 13 Minuten. „Das war die beste Leistung, die wir in dieser Truppe je gespielt haben.“ (Matteo Neufing).

16.30 Uhr    TV Hüttenberg – HC Elbflorenz (14:12)

Das dritte Spiel wurde im Trainerteam bereits im Vorfeld als “Schlüsselspiel“ auserkoren. Das muss man gewinnen, wenn man in die Hauptrunde einziehen will. Und so spielten unsere Schützlinge auch. Gegen den Oberligisten aus Hüttenberg spielte man komplett ebenbürtig, musste sich aber am Ende unglücklich mit zwei Toren Unterschied geschlagen geben. Dabei entschieden Kleinigkeiten das Spiel: Abpraller fallen dem Gegner in die Hand, da ging mal ein Pass ins Leere. Doch auch in diesem Spiel zeigte man eine geschlossene Mannschaftsleistung und unterstrich die Qualitäten der Truppe.  Lob gab es auch von Trainern der anderen Mannschaften.

17.30 Uhr    HC Elbflorenz – HSG Handball Lemgo (8:22)

Nachdem durch die Niederlage gegen Hüttenberg das Ausscheiden bereits entschieden war, war die Motivation gegen Lemgo nur noch phasenweise vorhanden. Nach 10 Minuten gab man sich dann leider auf und bekam offensiv wie defensiv nicht mehr viel zusammen. Leidtragender war dann Torhüter Niels, welcher die Hälfte der Gegentore per Konter einstecken musste und sich dennoch mit der ein oder anderen Parade auszeichnen konnte.

Für den Abend stand dann noch der Besuch der ‚Salsa-Bar‘ bezüglich des Abendbrotes sowie der freiwillige Aufenthalt auf der Players-Party im Programm. Für das Trainerteam ging es nach dem Essen zum Trainer-/Betreuer-Talk, wo man nicht nur mit anderen Trainern ins Gespräch kam – es gab auch eine Talkrunde mit Europameister Niclas Pieczkowski und Mark Dragunski (Trainer mJB HSG Neuss Düsseldorf).

Durch das Ausscheiden vom Turnier stand uns ein spielfreier Tag bevor. Nach dem Frühstück und dem Zusammenpacken der Sachen ging es 9.15 Uhr erstmal in die Kreissporthalle – der späteren Finalspielstätte, wo zum Zeitpunkt die Viertelfinals der mJA ausgetragen wurden. Da es Kay Blasczyk noch gelungen war, eine Halle für eine Trainingseinheit zu erhalten, ging es von 11.00 – 12.30 Uhr nochmal mit Ball auf die Spielfläche für ein Trainingsspiel zwischen den von Jürgen aufgestellten „All-Stars“ und den von Kay betreuten „Young-Stars“, welches die „All-Stars“ knapp mit 30:27 nach 50 Minuten Spielzeit gewinnen konnten.

Nach Trainingsende wurden die Buse endgültig gepackt und es ging zurück in die Kreissporthalle Menden – die Finalspiele wollte man sich nicht entgehen lassen.

Gratulation an die Sieger des Sauerlandcup 2018: VfL Bad Schwartau (wJB), Team Sachsen (wJA), TSV Bayer Dormagen (mJB) und TSV Burgdorf (mJA).

Nach dem Finale der mJA ging es gegen 18.45 Uhr wieder auf den Heimweg. Mit zwei schlafenden Bussen und einem Partybus kam man nach einer Rast 23.30 Uhr wieder an der BallsportARENA Dresden an.

Rückblickend sind wir auf die gezeigten Leistungen der Jungs stolz. Wir fuhren als Außenseiter zum Turnier, haben uns aber teuer verkauft und den Spaß nicht verloren. Jeder konnte für sich eine Menge Erfahrungen sammeln und an sein Leistungslimit gehen. In einer anderen Gruppe hätten wir durchaus mehr Glück gehabt – schaut man sich nur mal an, wie weit unsere Gegner gekommen sind.

Auch für das Trainer- und Betreuerteam war es eine sehr wichtige Erfahrung, die keiner von uns missen will.

Es spielten:

Felix Schmidt (HSV Dresden), Danny Diedrich, Niels Förster, Malte Wächter, Matteo Neufing, Martin Haugk, Max Uhlig, Norman Tudor, Erik Petzold (HSV Dresden), Ben-Elias Brucker, Vincent Hartfiel, Tim Vincent Kotte, Tim Rentsch, Cedric Weiser, Aaron Schlenter

Max Domaschke

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