5. Spieltag: HBW Balingen-Weilstetten vs. HC Elbflorenz 27:20 (14:11)

Veröffentlicht am 18.09.2017 von Pressestelle HC Elbflorenz

Schwer verdaubare Handballkost – HC verliert in Balingen

Valentin Spohn war es, der von Halblinks den Torreigen für die Hausherren eröffnete. Auf Seiten der Dresdner war es Julius Dierberg der zuerst vom Siebenmeterstrich traf. In der Folge sahen die fast 2000 Zuschauer eine sehr ausgeglichene 1. Halbzeit, in der die Sachsen am Anfang sogar leichte Vorteile hatten. Ein zu Beginn schlechtes Überzahlspiel verhinderte sogar noch größere Vorteile. Früh zeichnete sich aber schon ab, was der absolut entscheidende Faktor an diesem Tag sein sollte. Es war HBW-Keeper Tomas Mrkva. Sein gegenüber Mario Huhnstock erwischte in der 1. Halbzeit auch einen sehr guten Tag, Mrkva aber mit 47 Prozent gehaltener Bälle einen noch besseren. So ließen die Dresdner alleine in der 1. Halbzeit 5 hundertprozentige Chancen liegen. Als einer in der Phase sehr aktive Tim Nothdurft in der 15 das 8:7 für die Hausherren erzielte und nur eine Minute später der HBW vom Siebenmeterpunkt traf, führten die Hausherren erstmals mit 2 Toren (9:7). Allerdings konnte der HC das durch einen Dierberg-Treffer von Linksaußen und einen Treffer von Gabriel de Santis aus dem rechten Rückraum wieder ausgleichen. Bis zum 10:10 in der 24. Minute änderte sich nichts, das Spiel war eng ohne wirklich gut zu sein. Auch beim 12:11 zu Beginn der 29. Minute war aus Dresdner Sicht noch alles im Lot, es deutete sich aber in dieser Zeit des Spieles schon an, dass die Dresdner Angriffsbemühungen immer mehr ins Stocken kamen. Zwei erneute Mrkva-Paraden, einmal gegen Gugisch und einmal gegen de Santis sowie eine Zeitstrafe gegen den HC, ermöglichten den Hausherren jetzt erstmals bis zum Pausenpfiff auf 3 Tore Vorsprung zu stellen (14:11).

Was nun 30 Minuten lang folgte war von Seiten der Dresdner im Angriff eine Katastrophenhalbzeit. HBW-Torwart Mrkva vernagelte in den ersten 15 Minuten im Wesentlichen das Tor und schraubte seine so oder so schon starke Quote von 47 Prozent gehaltener Bälle in diesem Spielabschnitt noch einmal erheblich nach oben. Pöhler bezeichnete die Leistung des tschechischen Torhüters als „überragend und absolut spielentscheidend“. Da der HC anschließend noch eine Phase einstreute, in der der Ball nicht mehr bis HBW-Keeper Mrvka kam, sondern in der Abwehr der Hausherren hängen blieb, hatte der HC nach 23 gespielten Minuten in der 2. Halbzeit lediglich 5 Tore vorzuweisen. Dabei hatten die Dresdner vor allem bis zur 40. Minute auch glasklarste Chancen nicht genutzt. Der Rest des 2. Spielabschnittes ist schnell erzählt. Die Hausherren konnten ihr Spielniveau auch nicht wirklich steigern, mussten es aber auch nicht. Durch eine doppelte und sogar teilweise dreifache Unterzahl des HC in den letzten Minuten, boten sich dem HBW noch mehr Räume, welche die Hausherren dann auch zum klaren 27:20 Sieg zu nutzten wussten. Insgesamt fällt das Ergebnis etwas zu hoch aus.

Fazit: HC-Trainer Christian Pöhler nahm nach dem Spiel kein Blatt vor den Mund: „Das war Not gegen Elend. Wir konnten aus einem nervösen Auftritt der Gastgeber kein Kapital schlagen.“ Das Spiel war insgesamt schwer verdaubare Handballkost, ausdrücklich ausgenommen sind auf beiden Seiten die Torhüter. Warum die Balinger zwei Tag zuvor in Coburg so unter die Räder gekommen waren, konnte man auch in ihrem Heimspiel gegen den HC sehen. Allein die Dresdner konnten keinerlei Vorteil daraus schlagen. Insofern setzten sich die Hausherren dann auch verdient durch. Die Dresdner mussten an ihrem ersten Doppelwochenende in der 2. Liga sehr viel Lehrgeld zahlen. Natürlich war den Dresdner Fans schon vor dem Wochenende klar, dass für irgendeine Art Punktgewinn gegen zwei Spitzenteams, auch zweimal eine Leistung am Limit oder darüberhinaus nötig gewesen wäre. „Wir müssen den Mund abputzen, wenn man das Heimergebnis von Bietigheim heute sieht, muss man einfach sagen, diese Gegner waren zu diesem Zeitpunkt nicht unsere Kragenweite. Jetzt müssen wir gut trainieren und am Sonntag begegnen wir dann gut vorbereitet einem Gegner auf Augenhöhe.“ so Christian Pöhler nach der Partie.

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Alle Zahlen, Daten, Fakten zum Spiel: http://www.dkb-handball-bundesliga.de/de/import/spiele/saison-2017-2018/2–bundesliga/5–spieltag–hbw-balingen-weilstetten—hc-elbflorenz-2006/

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