3. Spieltag: TV Großwallstadt vs. HC Elbflorenz (Vorbericht)

Veröffentlicht am 27.07.2017 von Hc Elbflorenz

HC reist zum TV Großwallstadt

Mit dem TV Großwallstadt trifft der HC auf einen Verein, der vor Bundesligatradition „kaum laufen kann“. Warum so ein Verein in der 3. Liga spielt ist hinlänglich bekannt und lässt sich kurz in den Worten Misswirtschaft und Selbstüberschätzung beschreiben. Das führte den Verein vor der letzten Saison fast ins handballsportliche Abseits. Nach einer durchschnittlichen Drittligasaison greifen die Bayern nun wieder an. Mächtig aufgerüstet hat man beim Traditionsverein. Dafür steht nicht nur, aber besonders, die Verpflichtung von Michael Spatz. Der Außenspieler war in der letzten Saison noch einer der Top 10 Torschützen der 1. Bundesliga. Im letzten Spiel gegen Groß-Bieberau netzte er 13mal ein und war damit Sieggarant. Dazu verpflichtete der TVG mit den Spieß-Brüdern Tom und Lars sowie Aufbauspieler Mario Stark weitere Akteure mit Zweitligaerfahrung. Nicht zu vergessen der TVG-Toptorschützen der 3. Liga Ost 2015/2016 Florian Eisenträger. Abgerundet wird das Ganze mit hoffnungsvollen Nachwuchstalenten wie Juniorennationalspieler Patrick Gempp oder Spielmacher Niklas Geck. Trainiert wird das Team von Ex-Bundesligaprofi Heiko Karrer. Er hat schon in Rimpar bewiesen, dass er Teams entwickeln kann. Inwieweit er dazu in Bayern die Chance bekommt bleibt abzuwarten, denn das Ziel des TVG in diesem Jahr ist der Aufstieg. Der TVG hat dies als einziger Verein so klar formuliert. Nach einem Heimfehlstart gegen das Burgdorfer-Juniorteam, konnten die Spieler von Heiko Karrer mit dem Sieg in Groß-Bieberau ein Ausrufezeichen setzen. Der TVG scheint also in der Liga angekommen. Alles in allem ist der TVG für das kommende Spiel Favorit. Das ergibt sich aus dem Kader, dem letzten Auswärtsieg, der aktuellen Verfassung und dem Heimvorteil.

Wie langfristig sollte der „normale“ HC-Fan im Blick auf die Entwicklung seiner Mannschaft in dieser Saison denken und was kann er kurzfristig erwarten? Die Frage stellen sich wohl so einige, die sich für den HC Elbflorenz interessieren. Die Antwort könnte so lauten: Er sollte unbedingt längerfristig denken und das bedeutet, auch Rückschläge zu akzeptieren. Zwei Niederlagen zu Saisonbeginn sind da schon mal ein gutes Training im längerfristigen Denken und kurzfristigen Akzeptieren. Es geht nur in kleinen Schritten. Solche kleinen Schritte darf der geneigte Fan dann aber auch erwarten. Dabei kann er sich sicher sein, niemand will diese Schritte lieber gehen als die Mannschaft.

Trainer Christian Pöhler sagte vor dem Spiel beim TVG: „Natürlich war es keine einfache Trainingswoche. Wir haben uns Tag für Tag mit unserer Situation auseinandergesetzt. Wir können viele Sachen besser und wollen sie auch besser machen. Wir haben versucht, gerade dem Angriff Selbstvertrauen zurück zugeben. Wir hatten auch gegen Nieder-Roden so viel klare Chancen. Es wäre viel schlimmer, wenn wir gar keine herausgespielt hätten. Der nächste Gegner TV Großwallstadt hat sich mit dem klar formulierten Aufstieg, in dieser in der Spitze ausgeglichenen Liga, ein mutiges Ziel gesetzt.“

Leider muss Christian Pöhler erneut auf Linksaußen Tim-Philip Jurgeleit verzichten, sonst ist alles an Bord. 

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