14. Spieltag: VfL Gummersbach vs. HC Elbflorenz 31:27 (13:12)

Veröffentlicht am 29.11.2019 von Pressestelle HC Elbflorenz

HC unterliegt beim Favoriten aus Gummersbach

Manchmal brät man was in der Pfanne und die eine Seite sieht super aus, die andere ist aber verbrannt. So in etwa kann man die zwei Halbzeiten des HC an diesem Tag zusammenfassen. Am Ende schmeckte das Ergebnis dem HC ganz klar nicht.

Der HC spielte beim Erstligaabsteiger und Mitaufstiegsfavoriten VfL Gummersbach eine richtig gute 1. Halbzeit. Insgesamt war man vielleicht nach den ersten 30 Minuten ein ganz klein wenig unzufrieden, hatte man doch beim Stand von 11:12 und Ballbesitz auf 11:13 zu erhöhen. Ein Stürmerfoul am Kreis verhinderte allerdings, dass das Tor von Sebastian Greß zählte. So verlor man die Schlussphase knapp mit 2:1 und zudem 30 Sekunden vor dem Pausentee noch Philip Jungemann mit einer Zeitstrafe. Insgesamt waren die Dresdner schnell im Spiel und führten nach 9 Minuten durch einen Greß-Treffer aus der 2. Welle mit 3:5. Der VfL tat sich gegen die offensive Abwehr der Gäste zunächst etwas schwer, konnte das aber teilweise durch Einzelaktionen kompensieren. Beim stand von 5:6 in Minute 12 und teilweise doppelter Überzahl, brach beim HC aber der Rhythmus. So konnte Gummersbach das Blatt wenden und führte durch ein Kontertor von Marvin Sommer mit 9:7 (12. Minute). Die Sachsen fingen sich aber wieder und glichen zum 9:9 aus. Bis zum oben beschriebenen 11:12, waren sie klar wieder Rhythmus. Vor allem in den ersten 20 Minuten des 1. Spielabschnitts konnte der HC sein Tempospiel immer wieder gewinnbringend einsetzen. Bis zur Pause zeigte die Gäste eine geschlossene Mannschaftsleistung. 

In den letzten Spielen hatte sich der HC wie in der 1. Hälfte in der Defensive verbessert gezeigt. In der 2. Halbzeit beim VfL kassierte man allerdings 18 Gegentreffer und damit einfach zu viel. HC-Trainer Rico Göde: „Uns fehlt in der 2. Halbzeit einfach die Abwehr- und Torhüterperformance.“ Die Angebote die der Favorit aus dem Bergischen dem HC noch bis in die 40. Minute machte, nahm der HC einfach nicht an verlor dann zunehmend die Kontrolle über das Spiel. Auf Gummersbacher Seite war es der an diesem Tage überragende Alexander Weck, eine vom VfL kürzlich verpflichte Leihgabe vom Erstligisten Bergischer HC, die den Sachsen das Leben schwer machte. Der Halblinke, der mit Wurfgewalt, Sprungkraft und guter Körpergröße ausgestattet ist, war von der HC-Abwehr einfach nicht aufzuhalten. Dazu kam noch VfL-Kreisspieler Jonas Stüber der beim Heimteam von Minute zu Minute besser wurde. Den Dresdnern fehlte ihrerseits im Angriff ab der 40. Minute zu oft die Überzeugung. Als der VfL-Trainer Torge Greve dann auch noch auf der Spielmacherposition Fynn Herzig für den statischen und harmlosen Alexander Herrmann brachte, bog der VfL auf die Siegerstraße ein. Ab der 45. Minute steuerte das Heimteam nach und nach auf einen Heimsieg zu. In der 53. Minute lag der VfL erstmals mit 5 Toren in Front und spielte die Partie sicher nach Hause. Der HC probierte es noch mit einer noch offensiveren Deckung bzw. dem 7. Feldspieler, hatte aber keinen richtigen Erfolg damit. Der Sieg des VfL war an Ende voll verdient.

Fazit: Zusammenfassend zeigte der HC einfach zwei zu unterschiedliche Halbzeiten. Zudem hatte der VfL an diesem Tag mit Jonas Stüber und Alexander Weck zwei klare Leistungsspitzen, die so bei Dresden mit Ausnahme von 7-Tore-Mann Nils Gugisch nicht zu finden waren. Vor allem in der 2. Halbzeit fehlte beim HC die letzte Überzeugung im Angriff. Oft agierte man ab der 40. Minute vor über 2600 Zuschauern zu einfallslos. Vor allem im rechten Rückraum liegt für die kommende Partie in Hüttenberg klares Steigerungspotenzial. Beim Auftritt des VfL wurde aber auch noch einmal klar, die Gummersbacher haben eine Aufstiegschance, weil es derzeit nicht wirklich Teams gibt, die klar besser sind. Die Mannschaft aus dem Bergischen ist derzeit einer unter vielen im vorderen Tabellendrittel. Einer unter vielen „Nichtspitzenteams“ im klassischen Sinne. Auch das macht die Liga in diesem Jahr bisher so ausgeglichen. Die Dresdner haben ganz klar andere „Sorgen“. In Hüttenberg muss eine Steigerung her. Vor allem mehr Konstanz über einen längeren Spielzeitraum. Das ist dann sicher auch bei einem Spiel gegen eine Mannschaft auf Augenhöhe besser möglich. Rico Göde machte seinem Team nach der Niederlage beim Favoriten aus Gummersbach dann auch keinen Vorwurf. „Mund abputzen und nächste Woche wieder angreifen“, war seine Devise nach der Partie.  

Tore: Huhnstock/Göres (Tor), Pulay, Dierberg, Gugisch 7, Dumcius 2, Buschmann 2, Hoffmann, Jungemann, Greß 4, Vanco 3, Kasal, Thümmler 2, Pechstein 6/3

Text: Wolfram Wegehaupt
Bilder: Stephanie Fleischer

 

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